Baunebenkosten sind ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtkosten eines Bauprojekts. Sie umfassen eine Vielzahl von Ausgaben, die über die reinen Baukosten hinausgehen und oft unterschätzt werden. Dieser Leitfaden soll angehenden Bauherren dabei helfen, einen Überblick über die Baunebenkosten zu bekommen und diese effektiv zu planen.

Was sind Baunebenkosten?

Unter Baunebenkosten versteht man alle Kosten, die zusätzlich zu den reinen Baukosten anfallen. Sie umfassen eine Vielzahl von Posten, von den Kosten für den Grundstückserwerb und die Erschließung bis hin zu den Gebühren für die Baugenehmigung und die Kosten für den Architekten. Baunebenkosten können bis zu 20% der Gesamtkosten eines Bauprojekts ausmachen, daher ist es wichtig, sie von Anfang an in die Finanzplanung einzubeziehen.

Die genauen Baunebenkosten können je nach Projekt und Standort stark variieren. Einige Kosten sind fest und unvermeidlich, wie die Grunderwerbsteuer oder die Notarkosten. Andere können durch sorgfältige Planung und Vergleich von Angeboten reduziert werden, wie die Kosten für den Architekten oder die Baufinanzierung.

Wie setzten sich die Baunebenkosten zusammen?

Grundstückskosten und Erschließungskosten

Die Kosten für den Erwerb des Grundstücks sind oft der größte Posten der Baunebenkosten. Sie umfassen den Kaufpreis für das Grundstück sowie die Grunderwerbsteuer, die in der Regel zwischen 3,5% und 6,5% des Kaufpreises liegt. Hinzu kommen die Notarkosten für den Kaufvertrag und die Grundbucheintragung.

Die Erschließungskosten sind die Kosten, die anfallen, um das Grundstück baureif zu machen. Dazu gehören unter anderem die Kosten für den Anschluss an das öffentliche Strom-, Wasser- und Abwassernetz, die Kosten für die Herstellung der Zufahrt und eventuell die Kosten für die Beseitigung von Altlasten.

Kosten für die Baugenehmigung und den Architekten

Die Kosten für die Baugenehmigung variieren je nach Bundesland und Gemeinde. Sie umfassen in der Regel die Gebühren für die Prüfung und Genehmigung des Bauantrags sowie die Kosten für die Erstellung der erforderlichen Unterlagen.

Die Kosten für den Architekten können einen erheblichen Anteil der Baunebenkosten ausmachen. Sie richten sich nach der Höhe der Baukosten und dem Umfang der Leistungen, die der Architekt erbringt. Neben der Planung des Gebäudes kann der Architekt auch die Bauleitung übernehmen und die Bauausführung überwachen.

Wie können Baunebenkosten reduziert werden?

Obwohl viele Baunebenkosten fest sind und nicht beeinflusst werden können, gibt es einige Möglichkeiten, die Kosten zu reduzieren. Eine sorgfältige Planung und Vergleich von Angeboten können dabei helfen, die Kosten zu senken.

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Ein wichtiger Ansatzpunkt zur Reduzierung der Baunebenkosten ist die Wahl des Grundstücks. Durch die Wahl eines bereits erschlossenen Grundstücks können die Erschließungskosten gesenkt werden. Auch die Lage des Grundstücks kann einen Einfluss auf die Kosten haben. In ländlichen Gebieten sind die Grundstückspreise oft niedriger als in städtischen Gebieten.

Die Kosten für den Architekten können durch eine genaue Abstimmung der Leistungen reduziert werden. Nicht alle Leistungen, die ein Architekt anbietet, sind für jedes Projekt erforderlich. Durch eine genaue Definition des Leistungsumfangs können unnötige Kosten vermieden werden.

Die Kosten für die Baufinanzierung können durch einen Vergleich von Angeboten gesenkt werden. Es lohnt sich, Angebote von verschiedenen Banken einzuholen und die Konditionen genau zu vergleichen. Dabei sollten nicht nur der Zinssatz, sondern auch die sonstigen Konditionen, wie die Laufzeit und die Möglichkeit von Sondertilgungen, berücksichtigt werden.

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Fazit

Baunebenkosten sind ein wichtiger Bestandteil der Gesamtkosten eines Bauprojekts und sollten von Anfang an in die Finanzplanung einbezogen werden. Durch eine sorgfältige Planung und Vergleich von Angeboten können die Kosten jedoch in gewissem Umfang reduziert werden.

Es lohnt sich, sich frühzeitig mit den Baunebenkosten auseinanderzusetzen und einen genauen Kostenplan zu erstellen. So können Überraschungen vermieden und die Finanzierung des Bauprojekts auf eine solide Basis gestellt werden.