Der Hausbau ist ein aufregendes Projekt, das jedoch auch viele Herausforderungen mit sich bringt. Eine davon ist die Steuererklärung. In diesem Leitfaden erfahren Sie alles, was Sie über den Hausbau und die Steuererklärung wissen müssen.

Steuerliche Aspekte beim Hausbau

Beim Hausbau gibt es viele steuerliche Aspekte zu berücksichtigen. Diese reichen von der Umsatzsteuer auf Bauleistungen bis hin zur Grunderwerbsteuer. Es ist wichtig, sich frühzeitig mit diesen Themen auseinanderzusetzen, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Die Umsatzsteuer auf Bauleistungen beträgt in Deutschland 19%. Diese wird auf den Rechnungen der Handwerker und Baufirmen ausgewiesen und muss vom Bauherrn gezahlt werden. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, einen Teil der Umsatzsteuer über die Steuererklärung zurückzuholen.

Grunderwerbsteuer beim Hausbau

Die Grunderwerbsteuer ist eine einmalige Steuer, die beim Kauf eines Grundstücks anfällt. Der Steuersatz variiert je nach Bundesland zwischen 3,5% und 6,5% des Kaufpreises. Diese Steuer kann nicht abgesetzt werden, sollte aber bei der Finanzplanung berücksichtigt werden.

Es gibt jedoch Ausnahmen von der Grunderwerbsteuer. Wenn das Grundstück zum Beispiel von nahen Verwandten erworben wird, kann die Steuer unter Umständen entfallen. Es lohnt sich also, sich frühzeitig über die Möglichkeiten zu informieren.

Steuerliche Absetzbarkeit von Baukosten

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Ein großer Vorteil beim Hausbau ist die Möglichkeit, einen Teil der Baukosten steuerlich abzusetzen. Dies kann über verschiedene Wege erfolgen, zum Beispiel über die Abschreibung von Anschaffungs- und Herstellungskosten oder über das sogenannte Baukindergeld.

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Die Abschreibung von Anschaffungs- und Herstellungskosten ist besonders für Vermieter interessant. Sie können die Kosten für den Bau oder Kauf einer Immobilie über einen Zeitraum von 50 Jahren steuerlich geltend machen. Dabei wird jedes Jahr 2% der Kosten abgeschrieben.

Baukindergeld als steuerlicher Vorteil

Das Baukindergeld ist eine staatliche Förderung für Familien, die ein Haus bauen oder kaufen. Pro Kind gibt es einen Zuschuss von 12.000 Euro, der über einen Zeitraum von zehn Jahren ausgezahlt wird. Das Baukindergeld muss in der Steuererklärung angegeben werden, ist aber steuerfrei.

Um das Baukindergeld zu erhalten, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Dazu gehört unter anderem, dass das zu versteuernde Einkommen der Familie einen bestimmten Betrag nicht überschreiten darf. Es lohnt sich also, sich frühzeitig über die Voraussetzungen zu informieren.

Steuerliche Aspekte nach dem Hausbau

Auch nach dem Hausbau gibt es einige steuerliche Aspekte zu beachten. Dazu gehört zum Beispiel die Grundsteuer, die jedes Jahr gezahlt werden muss. Außerdem können Kosten für die Instandhaltung und Modernisierung des Hauses steuerlich geltend gemacht werden.

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Die Grundsteuer wird von den Gemeinden erhoben und beträgt je nach Hebesatz und Einheitswert des Grundstücks zwischen 0,35% und 1% des Einheitswerts. Die Grundsteuer kann als Werbungskosten in der Steuererklärung abgesetzt werden, wenn das Haus vermietet wird.

Absetzbarkeit von Instandhaltungs- und Modernisierungskosten

Kosten für die Instandhaltung und Modernisierung des Hauses können steuerlich geltend gemacht werden. Dies gilt jedoch nur für Maßnahmen, die den Wert des Hauses erhalten oder steigern. Kosten für reine Schönheitsreparaturen können nicht abgesetzt werden.

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Um die Kosten absetzen zu können, müssen sie in der Steuererklärung als haushaltsnahe Dienstleistungen oder Handwerkerleistungen angegeben werden. Dabei können 20% der Kosten, maximal jedoch 1.200 Euro pro Jahr, abgesetzt werden.

Der Hausbau ist also nicht nur ein großes Projekt, sondern auch ein Thema mit vielen steuerlichen Aspekten. Mit der richtigen Planung und Beratung können jedoch viele Kosten steuerlich geltend gemacht werden, was den Hausbau finanziell attraktiver macht.