Die Wohnungsbauprämie ist eine staatliche Förderung, die den Traum vom eigenen Heim für viele Menschen in Deutschland greifbar macht. Sie ist ein wichtiger Baustein in der Finanzierung eines Eigenheims und kann den Weg in die eigenen vier Wände erheblich erleichtern. In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie über die Wohnungsbauprämie wissen müssen, um sie optimal für Ihre Eigenheimfinanzierung zu nutzen.

Was ist die Wohnungsbauprämie?

Die Wohnungsbauprämie ist eine staatliche Förderung, die dazu dient, den Wohnungsbau in Deutschland zu unterstützen. Sie wird auf Einzahlungen in Bausparverträge gewährt und kann von jedem Bausparer in Anspruch genommen werden, der bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreitet.

Die Höhe der Wohnungsbauprämie beträgt derzeit 8,8 Prozent auf Einzahlungen in einen Bausparvertrag bis zu einem Höchstbetrag von 512 Euro für Alleinstehende und 1.024 Euro für Verheiratete. Das bedeutet, dass Sie als Alleinstehender eine Prämie von bis zu 45 Euro und als Verheirateter von bis zu 90 Euro pro Jahr erhalten können.

Wer kann die Wohnungsbauprämie beantragen?

Grundsätzlich kann jeder Bausparer, der das 16. Lebensjahr vollendet hat und in Deutschland unbeschränkt einkommensteuerpflichtig ist, die Wohnungsbauprämie beantragen. Voraussetzung ist, dass das zu versteuernde Einkommen bestimmte Grenzen nicht überschreitet. Diese liegen derzeit bei 25.600 Euro für Alleinstehende und 51.200 Euro für Verheiratete.

Die Wohnungsbauprämie kann auch für minderjährige Bausparer beantragt werden, sofern diese über ein eigenes Einkommen verfügen. In diesem Fall gelten die gleichen Einkommensgrenzen wie für volljährige Bausparer.

Wie kann man die Wohnungsbauprämie beantragen?

Die Wohnungsbauprämie wird nicht automatisch gewährt, sondern muss beantragt werden. Dies erfolgt in der Regel über die Bausparkasse, bei der der Bausparvertrag abgeschlossen wurde. Die Bausparkasse stellt dazu ein Formular zur Verfügung, das ausgefüllt und unterschrieben an die Bausparkasse zurückgesendet werden muss.

Der Antrag auf Wohnungsbauprämie muss spätestens bis zum Ende des zweiten Kalenderjahres nach dem Jahr der Einzahlung in den Bausparvertrag gestellt werden. Das bedeutet, dass Sie für Einzahlungen im Jahr 2021 den Antrag auf Wohnungsbauprämie bis Ende 2023 stellen können.

Wofür kann die Wohnungsbauprämie verwendet werden?

Die Wohnungsbauprämie ist zweckgebunden und darf nur für wohnwirtschaftliche Maßnahmen verwendet werden. Dazu zählen der Bau oder Kauf einer Immobilie, die Tilgung eines Immobiliendarlehens oder Maßnahmen zur Modernisierung, Instandsetzung oder Instandhaltung einer Immobilie.

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Wird die Wohnungsbauprämie für andere Zwecke verwendet, muss sie zurückgezahlt werden. Ausnahmen gelten nur in bestimmten Fällen, zum Beispiel bei Arbeitslosigkeit, Erwerbsunfähigkeit oder im Todesfall.

Was passiert mit der Wohnungsbauprämie bei einer Kündigung des Bausparvertrags?

Bei einer Kündigung des Bausparvertrags vor Ablauf der siebenjährigen Bindungsfrist muss die Wohnungsbauprämie in der Regel zurückgezahlt werden. Ausnahmen gelten nur in bestimmten Fällen, zum Beispiel bei Arbeitslosigkeit, Erwerbsunfähigkeit oder im Todesfall.

Nach Ablauf der Bindungsfrist kann der Bausparvertrag gekündigt und das angesparte Guthaben inklusive der Wohnungsbauprämie ausgezahlt werden. Voraussetzung ist, dass das Geld für wohnwirtschaftliche Zwecke verwendet wird.

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Fazit

Die Wohnungsbauprämie ist eine attraktive staatliche Förderung, die den Traum vom eigenen Heim für viele Menschen in Deutschland greifbar macht. Mit der richtigen Planung und Nutzung der Wohnungsbauprämie können Sie Ihre Eigenheimfinanzierung erheblich erleichtern und schneller in die eigenen vier Wände einziehen.

Informieren Sie sich rechtzeitig über die Voraussetzungen und Möglichkeiten der Wohnungsbauprämie und nutzen Sie diese Chance auf eine staatliche Förderung. Denn jeder Euro zählt, wenn es um die Finanzierung des eigenen Heims geht.