Wärmepumpen sind eine effiziente und umweltfreundliche Möglichkeit, Wohn- und Geschäftsräume zu beheizen. Sie nutzen die in der Umgebung vorhandene Energie, um Wärme zu erzeugen und zu verteilen. Doch wie bei jeder Technologie gibt es auch für Wärmepumpen gesetzliche Vorschriften, die eingehalten werden müssen. In diesem Artikel werden wir diese Vorschriften im Detail betrachten.

Gesetzliche Grundlagen

Die gesetzlichen Vorschriften für Wärmepumpen in Deutschland sind in verschiedenen Gesetzen und Verordnungen festgelegt. Dazu gehören das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG).

Das EEG regelt die Förderung von erneuerbaren Energien in Deutschland. Es legt fest, dass Strom aus erneuerbaren Energien vorrangig ins Netz eingespeist und vergütet wird. Für Wärmepumpen ist insbesondere die Regelung wichtig, dass sie als Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien gelten und daher von der EEG-Umlage befreit sind.

Das Energieeinsparungsgesetz und die Energieeinsparverordnung

Das EnEG und die EnEV legen die Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden und technischen Anlagen fest. Sie regeln unter anderem, wie viel Energie ein Gebäude pro Quadratmeter und Jahr verbrauchen darf und welche technischen Anforderungen an Heizungsanlagen gestellt werden.

Für Wärmepumpen ist insbesondere die Regelung wichtig, dass sie einen bestimmten Mindestwirkungsgrad erfüllen müssen. Dieser Wirkungsgrad wird als Jahresarbeitszahl (JAZ) bezeichnet und muss bei Luft-Wasser-Wärmepumpen mindestens 3,5 und bei Erdwärme- und Grundwasser-Wärmepumpen mindestens 4,0 betragen.

Das Bundes-Immissionsschutzgesetz

Das BImSchG regelt den Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnliche Vorgänge. Für Wärmepumpen ist insbesondere die Regelung wichtig, dass sie bestimmte Grenzwerte für Geräuschemissionen nicht überschreiten dürfen.

Die genauen Grenzwerte hängen von der Art der Wärmepumpe und der Entfernung zu Wohngebäuden ab. So dürfen beispielsweise Luft-Wasser-Wärmepumpen in Wohngebieten tagsüber nicht lauter als 50 Dezibel und nachts nicht lauter als 35 Dezibel sein.

Technische Anforderungen und Normen

Neben den gesetzlichen Vorschriften gibt es auch technische Anforderungen und Normen, die für Wärmepumpen gelten. Diese sind in verschiedenen DIN-Normen und VDI-Richtlinien festgelegt.

Die DIN EN 14511 regelt beispielsweise die Leistungskennzahlen von Wärmepumpen. Sie legt fest, wie der Wirkungsgrad von Wärmepumpen gemessen und berechnet wird. Die DIN EN 14825 regelt die Energieeffizienzklassen von Wärmepumpen. Sie legt fest, welche Energieeffizienzklasse eine Wärmepumpe erfüllen muss, um das EU-Energieeffizienzlabel zu erhalten.

VDI-Richtlinien

Die VDI-Richtlinien 4640 und 4650 regeln die Planung, Ausführung und den Betrieb von Erdwärmepumpen. Sie legen unter anderem fest, wie tief die Erdsonden für Erdwärmepumpen in den Boden eingebracht werden müssen und welche Abstände zwischen den Erdsonden einzuhalten sind.

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Die VDI-Richtlinie 4655 regelt die Leistungserklärung für Wärmepumpen. Sie legt fest, welche Informationen der Hersteller über die Leistung und Energieeffizienz seiner Wärmepumpen bereitstellen muss.

Fördermöglichkeiten und Zertifizierungen

Um die Nutzung von Wärmepumpen zu fördern, gibt es in Deutschland verschiedene Förderprogramme. Diese werden unter anderem vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) angeboten.

Das BAFA bietet beispielsweise eine Förderung für den Einbau von effizienten Wärmepumpen in bestehenden Gebäuden an. Die Höhe der Förderung hängt von der Art der Wärmepumpe und der erzielten Energieeinsparung ab.

KfW-Förderung

Die KfW bietet Kredite und Zuschüsse für den Einbau von Wärmepumpen in Neubauten und die Sanierung von bestehenden Gebäuden an. Die Höhe der Förderung hängt von der Energieeffizienz des Gebäudes und der Wärmepumpe ab.

Zusätzlich zur Förderung gibt es auch Zertifizierungen für Wärmepumpen. Diese werden von verschiedenen Organisationen angeboten und bescheinigen, dass eine Wärmepumpe bestimmte Qualitäts- und Leistungsstandards erfüllt.

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Qualitäts- und Leistungsstandards

Ein Beispiel für eine solche Zertifizierung ist das Gütesiegel des Bundesverbands Wärmepumpe (BWP). Es bescheinigt, dass eine Wärmepumpe die Anforderungen des BWP an Qualität, Leistung und Service erfüllt.

Ein weiteres Beispiel ist das EHPA-Qualitätszeichen der European Heat Pump Association. Es bescheinigt, dass eine Wärmepumpe die europäischen Standards für Qualität, Leistung und Umweltverträglichkeit erfüllt.

Die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und technischen Anforderungen ist also nicht nur eine Pflicht, sondern kann auch Vorteile bringen. Sie kann dazu beitragen, die Qualität und Leistung von Wärmepumpen zu verbessern und ihre Akzeptanz bei den Verbrauchern zu erhöhen.