Die energetische Sanierung von Gebäuden ist ein wichtiger Schritt zur Erreichung der Klimaziele. Sie hilft, den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen zu senken und gleichzeitig die Wohnqualität zu verbessern. Doch solche Sanierungsmaßnahmen können kostspielig sein. Glücklicherweise gibt es eine Reihe von staatlichen Förderprogrammen, die Hausbesitzer bei der Finanzierung unterstützen können. In diesem Leitfaden werden wir diese Programme ausführlich beleuchten.

Was ist energetische Sanierung?

Energetische Sanierung bezieht sich auf Maßnahmen, die dazu dienen, den Energieverbrauch eines Gebäudes zu senken. Dazu gehören beispielsweise die Dämmung von Wänden und Dächern, der Einbau von energieeffizienten Fenstern und Türen, die Modernisierung der Heizungsanlage oder die Installation von Solarpanels. Ziel ist es, den Energieverbrauch zu senken und damit auch die Betriebskosten für die Bewohner.

Die energetische Sanierung kann sowohl bei Altbauten als auch bei Neubauten durchgeführt werden. Bei Altbauten ist das Potenzial für Energieeinsparungen oft besonders groß, da diese in der Regel weniger gut gedämmt sind und ältere, weniger effiziente Heizsysteme haben. Bei Neubauten kann durch eine gute Planung von Anfang an ein hoher energetischer Standard erreicht werden.

Warum ist energetische Sanierung wichtig?

Die energetische Sanierung von Gebäuden spielt eine Schlüsselrolle bei der Reduzierung des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen. Gebäude sind in Deutschland für rund ein Drittel des Energieverbrauchs und etwa 20% der CO2-Emissionen verantwortlich. Durch energetische Sanierungsmaßnahmen können diese Werte deutlich gesenkt werden.

Aber nicht nur der Umwelt, sondern auch den Bewohnern kommt die energetische Sanierung zugute. Sie führt zu einer Verbesserung der Wohnqualität, beispielsweise durch ein angenehmeres Raumklima und weniger Zugluft. Außerdem können die Heizkosten deutlich gesenkt werden, was die Sanierung auch aus finanzieller Sicht attraktiv macht.

Staatliche Förderprogramme für energetische Sanierung

Die Kosten für energetische Sanierungsmaßnahmen können hoch sein. Um Hausbesitzer bei der Finanzierung zu unterstützen, gibt es eine Reihe von staatlichen Förderprogrammen. Diese können in Form von Zuschüssen, zinsgünstigen Darlehen oder Steuererleichterungen gewährt werden.

Ein wichtiger Ansprechpartner für staatliche Förderprogramme ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Sie bietet verschiedene Programme zur Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen an. Dazu gehören beispielsweise das Programm „Energieeffizient Sanieren“ und das Programm „Energieeffizient Bauen“.

KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren“

Das KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren“ richtet sich an Eigentümer von Wohngebäuden, die energetische Sanierungsmaßnahmen durchführen wollen. Gefördert werden sowohl Einzelmaßnahmen als auch umfassende Sanierungen zum KfW-Effizienzhaus. Die Förderung erfolgt in Form von zinsgünstigen Darlehen und Tilgungszuschüssen.

Die Höhe der Förderung hängt von der Art der Maßnahme und dem erreichten Effizienzstandard ab. Für Einzelmaßnahmen kann ein Darlehen von bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit gewährt werden. Bei einer Sanierung zum KfW-Effizienzhaus kann die Förderung sogar bis zu 120.000 Euro pro Wohneinheit betragen.

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KfW-Programm „Energieeffizient Bauen“

Das KfW-Programm „Energieeffizient Bauen“ richtet sich an Bauherren, die ein neues energieeffizientes Haus bauen oder ein solches Haus kaufen wollen. Auch hier erfolgt die Förderung in Form von zinsgünstigen Darlehen und Tilgungszuschüssen.

Die Höhe der Förderung hängt vom erreichten Effizienzstandard des Hauses ab. Für ein KfW-Effizienzhaus 55 kann beispielsweise ein Darlehen von bis zu 120.000 Euro pro Wohneinheit und ein Tilgungszuschuss von 18% gewährt werden.

Weitere Fördermöglichkeiten

Neben den KfW-Programmen gibt es noch weitere Fördermöglichkeiten für energetische Sanierungsmaßnahmen. Dazu gehören beispielsweise Programme der Bundesländer und Kommunen, Förderungen durch Energieversorger oder die Steuerermäßigung für energetische Sanierungsmaßnahmen.

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Die Steuerermäßigung für energetische Sanierungsmaßnahmen ermöglicht es Hausbesitzern, 20% der Sanierungskosten über einen Zeitraum von drei Jahren von der Steuer abzusetzen. Voraussetzung ist, dass das Gebäude älter als 10 Jahre ist und selbst genutzt wird.

Die genauen Bedingungen und Förderhöhen der verschiedenen Programme können variieren. Es lohnt sich daher, sich vor Beginn der Sanierungsmaßnahmen umfassend zu informieren und gegebenenfalls eine Energieberatung in Anspruch zu nehmen.

Fazit

Die energetische Sanierung von Gebäuden ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz und zur Verbesserung der Wohnqualität. Trotz der hohen Kosten können staatliche Förderprogramme die Finanzierung erleichtern und die Sanierung auch aus finanzieller Sicht attraktiv machen. Es lohnt sich daher, sich über die verschiedenen Fördermöglichkeiten zu informieren und diese zu nutzen.